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Frauen im (Fitness-)Sport – Das Frauenbild im Wandel

Frauen und Fitness in der heutigen Zeit: Für uns GYMQUEENs ist das regelmäßige Training im Fitnessstudio nicht mehr wegzudenken. Viele Frauen ergänzen ihren wöchentlichen Trainingsplan mit Joggen oder Yoga. Und auch Ausgleichs- oder Freizeitsportarten wie Wandern, Stand-Up-Paddling & Co. liegen gerade absolut im Trend. Kurzum: Wir LIEBEN und LEBEN unseren Sport, den Fitnesslifestyle und die gesunde Ernährung (mit kleinen Ausnahmen natürlich). Dabei ist kaum vorstellbar, dass Sport für Frauen einst keine Selbstverständlichkeit war und das Fitnessstudio von Männern dominiert wurde.

Frauen und Sport - Eine Zeitreise

Die Geschiche des Sports ist einen näheren Blick wert, denn für die Frauen war es hier ein langer Weg zur Gleichberechtigung. Kannst du dir vorstellen, dass körperliche Anstrengung vor ca. 60 Jahren als gesundheitsschädlich für Frauen eingestuft wurde?

Diese und weitere schockierende Meilensteine aus den letzten 100 Jahren

(Quelle: Deutscher Olympischer SportBund, 2011, DOSB I 100 Jahre Frauensport)

  • 1910-1920: Turnen hat sich für Frauen allmählich etabliert, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen: Keine Anstrengung, kein Leistungsvergleich, kein Springen oder Spreizen der Beine.
  • 1950-1960: Man(n) ist der Auffassung, Sport führe zu einer Vermännlichung des Frauenkörpers, zu verwelkenden Unterleibsorganen, einer verlagerten Gebärmutter, zu straffen Beckenbodenmuskeln oder einem für die Geburt zu engen Becken. Anstrengung sei unweiblich und unästhetisch, Kraft- und Ausdauersport nur etwas für Männer.
  • 1967: Die erste Frau läuft bei einem Marathon mit, jedoch angemeldet als Mann! Der Renndirektor versucht ihr die Nummer abzureißen und sie am Weiterlaufen zu hindern. Kathrine Switzer läuft dennoch ins Ziel.
  • 1970-1080: Frauenfußball ist erlaubt, allerdings nur mit sechsmonatiger Winterpause, einem kleineren und leichteren Ball, dem Verbot von Stollenschuhen und einer Spieldauer von 70 statt 90 Minuten.
  • 1991: Frauen spielen erstmals um die Fußball-Weltmeisterschaft.
  • 2000: Sportarten wie Gewichtheben, Hammerwerfen, Moderner Fünfkampf und Wasserball dürfen nun auch von Frauen ausgeübt werden.
  • 2012: Frauen-Boxen wird zur olympischen Disziplin.
  • 2013: Die Tennis-Preisgelder für Frauen werden an die der Männer angepasst.
  • ...

...die Liste ist lang. Werfen wir nun einen Blick in die Geschichte des Fitnesssports.

Zur Entstehung des (Frauen-)Fitness

Fitness zählt heute mit rund 11,7 Millionen Mitgliedern in über 10.000 Fitnessclubs zur mitgliederstärksten Trainingsform in Deutschland.

Wie es zu diesem Trend gekommen ist

(Quelle: DSSV - Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, 2019, Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft)

  • Der schwedische Arzt Dr. Gustav Zander kommt 1850 erstmals auf die Idee, Muskeln mithilfe von Maschinen zu stimulieren und erfindet so die ersten Kraftgeräte.
  • Eugen Sandow eröffnet 1897 das erste moderne Fitnessstudio und revolutioniert die Szene durch die Ausrichtung eines Bodybuilding-Wettkampfs.
  • Die Brüder WEIDER gründen den internationalen Bodybuilding-Verband und rufen den Bodybuilding-Wettkampf Mr. Olympia ins Leben.
  • Kraftsport-Magazine wie „Muscle & Fitness“ und „Flex“ oder der erste Versandhandel für Nahrungsergänzungsmittel der Brüder Weider tragen zur weiteren Entwicklung des klassischen Bodybuildings bei.
  • In Deutschland wird Fitness durch die Erfolge von "ARNI" (Arnold Schwarzenegger) in den Jahren 1970 - 1980 immer beliebter.

Die "Mucki-Buden" von damals waren lange nicht so ausgestattet, wie es die Fitnessstudios heutzutage sind. Die Zielgruppe dieser Studios mit einfachem Standardequipment waren vor allem junge Männer zwischen 18 und 34 Jahren mit eher niedrigerem Einkommen, die vor allem Masse aufbauen wollten. Frauen haben den Fitnesssport zunächst durch den Aerobic-Trend Ende der 70er Jahre für sich entdeckt. Jane Fonda revolutionierte damals mit ihren Aerobic-Videos in Form von Videokassetten eine ganze Generation.

Daraufhin folgten immer mehr Kursformate und Gruppentrainings, von beispielsweise Spinning über Pilates bis hin zum Yoga. Später wurden auch reine Frauenstudios wie etwa Mrs. Sporty eröffnet. Dieses zählt mittlerweile nach McFit zum bekanntesten Fitnessstudiobetreiber in Deutschland (Statista, 2019). Die "geschlechtergemischten" Studios machen jedoch nach wie vor einen Großteil auf dem deutschen Markt aus.

Fast die Hälfte aller Mitglieder sind Frauen

Diese Zahlen verdeutlichen, dass Fitness und Kraftsport heutzutage keine reine Männersache mehr sind. Dies hat auch zu einer Neuorientierung der Studios geführt: Vom männlich orientierten Pumper-Studio bzw. der Mucki-Bude oder dem Bodybuilding-Center hin zur gesundheitsorientierten SPORT- und Wellnesseinrichtung für JEDERMANN.

Frauenkörper der letzten 70 Jahre

Mit dem Fitnesstrend haben sich auch die Schönheitsideale der Frauen verändert. Sie werden durch unsere Gesellschaft und vor allem durch die (sozialen) Medien geprägt. Meist sind es berühmte Persönlichkeiten wie Schauspielerinnen, Sängerinnen oder Influencerinnen, welche ein bestimmtes Ideal verkörpern.

Das Frauenbild der letzten 70 Jahre im Schnelldurchlauf

(Quelle: Licht, Grösch/Freudenthal, 2007, Schönheitsideale im Wandel der Zeit und ihr Zusammenhang mit Essstörungen: Präventionsmaßnahmen und Aspekte der Gesundheitsförderung)

50er Jahre

Kurven, Konfektionsgröße 40 bis 42 & kein Interesse am Sport. Ikone: Marylin Monroe.

60er Jahre

Knochige & jungenhafte Figuren, puppenartige Gesichter mit großen Kulleraugen. Ikone: „Twiggy“ Lawson oder Audrey Hepburn (Bild).

70er Jahre

Große, schlanke, fitte & gesunde Actionfrauen mit wallender Mähne. Ikone: Farrah Fawcett.

80er Jahre

Athletische Supermodels mit gesunden Kurven & Aerobic mit Jane Fonda. Ikone: Cindy Crawford, Naomi Campbell oder Claudia Schiffer.

90er Jahre

Sehr dünn, blass, & knabenhaft. Ikone: Kate Moss.

2000er Jahre

Lange Beine, trainierte Körper & sexy Dekolleté. Ikone: Gisele Bündchen, Alessandra Ambrosio oder Adriana Lima.

2010er Jahre

Po & Kurven. Ikone: Kim Kardashian oder Jennifer Lopez.

Verabschiede dich vom Idealbild einer Frau

Schönheitsideale ändern sich also mit der Zeit. Daneben haben auch einzelne Länder und Kulturen unterschiedliche Auffassungen von Schönheit, Ästhetik und einem perfekten Frauenkörper. Das heißt, die Begriffe unterliegen keiner allgemeinen Definition.

Schönheit ist Ansichtssache

Medien und insbesondere die sozialen Netzwerke sorgen dafür, dass wir ständig mit dieser Thematik konfrontiert werden und regen zum permanenten Vergleich mit anderen an. Online macht es den Anschein, als könnten wir unseren Körper unbegrenzt verändern, wenn wir es nur wirklich wollen und uns genug anstrengen.

TIPP von GYMQUEEN-Redakteurin Ramona Arendt (Personaltrainerin, Fitness- & Mentalcoach)

"Vergleich dich nicht mit anderen, sondern nimm stattdessen all deine Vorbilder, Inspirationsquellen und die starken Frauen, die du bewunderst. Suche dir die Puzzleteile heraus, die dich ansprechen. Wie eine Wunschliste, die du als Kind an den Weihnachtsmann geschrieben hast. Überlege dir, was DICH selbst GLÜCKLICH macht. In welcher Bewegungsart oder sportlichen Tätigkeit du das Gefühl hast, die Zeit bleibt stehen."

Schönheit ist, wie du dich fühlst

Schönheit strahlt von innen heraus, wenn du dich wohl in deiner Haut fühlst. Das muss keineswegs heißen, dass du bereits dort bist, wo du sein möchtest. Vielmehr geht es darum, sich auf dem Weg zum Ziel in den Fokus zu rücken, an sich selbst zu glauben und dabei Dinge zu tun, die glücklich machen. Dinge, die dich zum Lächeln bringen und wachsen lassen – sei es ein schweißtreibendes Workout oder eine wohltuende Yoga-Einheit, ein entspanntes Bad oder ein Spaziergang in der Natur, eine gesunde Mahlzeit oder eine süße Belohnung.
Erfahre hier unsere 10 besten Tipps und Ideen, wie du dich in deinem Körper langfristig wohlfühlst und dich so akzeptierst, wie du bist.

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