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Im Sport gibt es nur einen Weg: Deinen eigenen!

Warum es im Sport nur eine Regel gibt: deine eigene! Ramona Arendt über Selbstliebe, Spaß am Sport und das gute Gefühl, den eigenen Weg zu finden.

Ramona Arendt ist 27 Jahre alt, Personaltrainerin, Fitness- und Mentalcoach sowie Sportlerin. Jahrelang hat sie Leistungssport betrieben – bis ihr Körper streikte. Mühsam hat sie sich zurück in ein normales Leben gekämpft. Weg von Kontrollzwang, Übertraining und Perfektionismus hin zu einem positiven Umgang mit ihrem Körper. Mit ihrer Erfahrung möchte sie Frauen dabei unterstützen, den eigenen Körper verstehen und lieben zu lernen. Und sich vor allem von einem frei zu machen: dem Vergleich mit anderen.

SPASS STATT DISZIPLIN!

DISZIPLIN – ein Wort, das wir im Sport- und Ernährungsumfeld immer wieder hören. Beliebte Aussagen sind beispielsweise „Sei diszipliniert!“, “Du musst einfach mehr Disziplin haben!“ oder „Disziplin ist der wichtigste Teil des Erfolgs!“.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber in meinem Kopf löst dieses Wort Unbehagen aus. Disziplin verbinde ich mit Selbstkasteiung, strikten Regeln und Verzicht. Natürlich geht Erfolg ohne eine gewisse „Disziplin“ nicht. Aber was nützt dir Erfolg, wenn er dir keinen SPASS macht? Wenn der Weg dorthin mit Aufopferung, Drill und Qualen verbunden ist?

Ich selbst habe mich 16 Jahre lang regelrecht fertig gemacht. Jeden Tag war ich im Fitnessstudio. Getrieben von einem extrem starken, inneren Antrieb wurde aus meiner anfangs spaßigen Morgenroutine irgendwann zwanghafte Gewohnheit. Diese habe ich über die Jahre mit Spaß am Sport verwechselt. Aber, glaube mir, jeden Morgen noch halb verschlafen mit schweren Muskeln vom Vortrag und anderen Warn-Signalen des Körpers „sein Ding“ im Gym durchzuziehen hat KEINEN Spaß gemacht. Freude, Spaß und Leichtigkeit - Fehlanzeige!

Warum ich dir Einblick in meine Geschichte gebe? Weil wir Frauen sehr oft in diesen Disziplin-Wahn verfallen. Und uns gerne für alles entschuldigen, weil wir denken, wir müssten uns vor anderen Menschen rechtfertigen. Egal, ob im Sport, beim Essen oder in anderen Lebensbereichen. Zu viel trainieren, zu wenig Essen, sich ständig mit anderen vergleichen, immer perfekt sein müssen – und wenn wir es nicht sind, uns gedanklich in Selbstvorwürfen verlieren. Kommt dir das bekannt vor? Aus meiner Erfahrung als Mentalcoach und Personal Trainerin kann ich dir sagen: Das geht sehr vielen Frauen so!

VERGLEICHE DICH NICHT MIT ANDEREN!

Insbesondere Social Media regt zum ständigen Vergleich mit anderen an und vermittelt uns oftmals ein völlig falsches Bild von uns selbst. Denn für viele Insta-Profile - auch und gerade für bekannte Fitness-Influencerinnen - gilt: Mehr Schein als Sein! Oder glaubst du wirklich, dass die Frauen, denen du folgst, jeden Morgen voller Vorfreude darauf aufstehen, sich im Gym mal wieder so richtig fertig zu machen? Und dabei auch noch so perfekt ausschauen, als wären sie gerade nicht aus dem Bett, sondern vom Schminktisch einer professionellen Stylistin gefallen? (#wokuplikethis – ja, klar!). Verständlich, dass wir uns da selbst minderwertig, ungenügend oder gar hässlich vorkommen. Deshalb mein wichtigster Tipp: Vergleich dich nicht mit anderen! Vor allem nicht im Zerrspiegel von Social Media.

Bleib ganz bei dir. WAS MACHT DICH GLÜCKLICH? Oder anders gesagt: In welcher Bewegungsart oder sportlichen Tätigkeit hast du das Gefühl, die Zeit bleibt stehen? Wo findest du intrinsische Motivation, absolute Erfüllung? Du weißt es noch nicht? Probiere dich aus!

An dieser Stelle kannst du deinen Blick nochmal nach „außen“ richten: Nimm all deine Vorbilder, Inspirationsquellen und die starken Frauen, die du bewunderst. Suche dir die Puzzleteile heraus, die dich ansprechen. Wie eine Wunschliste, die du als Kind an den Weihnachtsmann geschrieben hast. Siehe das Ganze als bunte Spielwiese an, auf der du dich ausprobierst, austobst, rantastest, aber auch Dinge stehen lässt oder komplett ausblendest.

FINDE DEINEN WEG!

Sport ist - wie Ernährung auch - vielseitig, anpassbar und wandelbar. Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk! Wir sind für Bewegung gemacht - und welche davon die richtige ist, entscheidet nur eine: DU!

Dabei kannst du dich Folgendes fragen: Was ist dein persönliches Ziel? Was willst du erreichen? Dieses solltest du möglichst konkret und für dich bildhaft formulieren. Hier einige Beispiele:

Ich möchte gerne…

  • morgens regelmäßig joggen gehen.
  • eine längere Radltour mit Freunden erleben und dazu die nötige Ausdauer aufbauen.
  • 10 Liegestütze und Klimmzüge am Stück können.
  • bei einem Halbmarathon mitlaufen.
  • 5 Minuten Unterarmstütz halten.
  • schmerzfrei aufwachen.
  • mir jeden Tag 3 frische Mahlzeiten kochen.
  • mit Yoga beginnen.
  • einmal über die Alpen laufen.

Oder einfach mal ein paar neue Sportarten ausprobieren? Die Liste kann unendlich lang werden. Alles darf auf diese Liste, was sich für dich gut anfühlt und was du gerne erleben würdest. Ein schönes Gedankenspiel, oder? Statt dir Zwänge aufzuerlegen, versuche sie umzuwandeln: in gute Gewohnheiten, positive Routinen, hilfreiche Rituale und energiegebende Ziele.

Wie klingt das für dich? Für unseren Kopf komplett anders. Gedachte und gesprochene Worte können dich beeinflussen. Habe keine Angst davor - hab Freude dabei! Wenn es keinen Spaß macht, streich es von deinem Zettel und schreib was anderes darauf.

Die nächsten Schritte ergeben sich dann von ganz alleine. Wenn du dir klar bist, was du möchtest, wirst du von ganz alleine darauf kommen, was du dazu benötigst. Nehmen wir das Beispiel Yoga. Ob du mit einem YouTube-Video beginnst, dich in einem Yoga-Studio anmeldest, Privattraining nimmst, direkt auf ein Retreat fährst oder selbst eine Ausbildung beginnst… Viele Wege führen nach Rom!

Leichter gesagt als getan, oder? Hierzu eine persönliche Erfahrung, die ich immer wieder beim Joggen mache: Loszulaufen ist meist der Punkt, für den am meisten Energie benötigt wird. Hast du erstmal den Schritt vor die Tür gewagt, bist du einmal in Bewegung, laufen die Beine fast von alleine und du schaffst oft mehr Kilometer, als du für möglich gehalten hättest. Also: Trau dich den ersten Schritt zu tun - und lass dich überraschen, wo dich dein Weg hinführt.

BEGINN ZU SPIELEN!

Nun gilt es, deine neu gefundene Spielwiese zu erobern – sprich: Gewohnheiten zu etablieren. Du kannst dir hierfür zum Beispiel Termine mit dir selbst machen, dich mit Freundinnen verabreden oder dir einen zeitlichen Horizont setzen, bis zu dem du ein gewisses Ziel erreicht haben möchtest. Du möchtest morgens regelmäßig joggen gehen? Dann stell dir drei Mal die Woche deinen Wecker 1 Stunde früher und starte mit einer kleinen Runde: Hauptsache, raus! Egal, wie lange und wie schnell! Du wirst sehen: Wenn du ein paar Mal die klare Morgenluft eingeatmet und das gute Gefühl nach einem Morningrun erlebt hast, stehst du irgendwann ganz von alleine auf.

Zusammenfassend kann ich sagen: Was dir am Ende Erfolg bringt, ist nicht deine Disziplin. Es sind GEWOHNHEITEN, die dich herausfordern, auf die du dich freust und die dir SPASS machen! Wenn du diese erst einmal gefunden und etabliert hast, brauchst du keine Disziplin mehr. Viel Spaß dabei!

Deine Ramona Arendt.

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